„Neustart Musik! Gelingende Kulturpolitik der Jahre 2022-2025“

Am 21. und 22. September 2021 fand in Wien ein Treffen der Führungskräfte der Musikräte Deutschlands, der Schweiz und Österreichs statt.
Musikräte D-A-CH Tagung 2021
Ein wichtiger Termin des Meetings der drei Musikräte fand in der Sektion „Kunst & Kultur“ des BMKÖS am Concordiaplatz statt. Die Teilnehmer_innen von links nach rechts: Renate Böck, Karl-Gerhard Straßl, Ernesto Schobesberger, Christian Höppner, Martin Maria Krüger, Brigitte Winkler-Komar, Clara Gallistl, Harald Huber, Rosmarie Quadranti. Nina Rindlisbacher, Eva-Maria Bauer, Stefano Kunz, Irene Egger, Günther Wildner, Sabine Reiter

PRESSEERKLÄRUNG der DACH-Musikräte:

Eine wesentliche Erfahrung der Pandemie-Zeit war, wie stark sich das Bedürfnis nach Kunst und Kultur nicht nur bei den betroffenen ausübenden Künstlerinnen und Künstlern, sondern auch beim Publikum äußerte. Zugleich zeigte sich immer mehr, wie viele Arbeitsplätze im Bereich der Kultur angesiedelt sind und wie hoch der Beitrag dieses Sektors an der Wertschöpfung des Staates ist.

Einmal mehr wurde deutlich: Musik und musikalische Bildung sind für Menschen existenziell wichtig! Die Gesellschaft muss daher Mittel und Wege finden, auch in weiterer Folge jegliche Aufführungstätigkeit zu ermöglichen und zu fördern sowie die Lebenssituation von Künstlerinnen und Künstlern abzusichern. Daher sind tragfähige Strukturen im Bildungs- Arbeits- und Sozialbereich zu schaffen und fachkompetente Personen und Institutionen in die Entwicklungsprozesse zu involvieren.

Soziale Lage von Musikschaffenden

Die Regelungen in Gesetzen und Verordnungen sind dahingehend anzupassen, dass sie den besonderen Berufssituationen im Kulturbereich Rechnung tragen. Diese sind durch wechselnde und häufig prekäre Beschäftigungsverhältnisse gekennzeichnet.

In diesem Zusammenhang ist besonders auf die Lage von Ensembles der freien Musikszene hinzuweisen, deren qualitativ hochwertige Leistungen in allen Musikgenres dringend einer Absicherung bedürfen.  

Auch das Urheberrecht stärkt die soziale Lage der Musikschaffenden. Faire Bezahlung von Kompositionsaufträgen, Tantiemen und Leistungsschutzrechten auch in der digitalisierten Medienwelt muss weiter eingefordert werden.

Musikalische Bildung neu denken

Die Bedeutung von Musik als wesentlicher Faktor der sozio-emotionalen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Musik leistet hervorragende Beiträge zur Integration und Inklusion der Gesellschaft.

Die künstlerischen Schulfächer und der Sport sollen als unverzichtbare und gleichwertige  Fächer des schulischen Lebens für alle Jahrgangsstufen und Schularten anerkannt werden. Sie bilden die Basis um die geistes- und naturwissenschaftlichen Fächer zu erschließen.

Kulturbudgets

Die Covid-19 Maßnahmen haben einen großen Teil der Kulturschaffenden erfolgreich aufgefangen. Für eine nachhaltige Absicherung in den Jahren 2022 – 2025 wird es grundlegend wichtig sein, staatliche und regionale Kulturbudgets zu erweitern und von Kürzungen abzusehen.

Wien, am 23. September 2021

Link zur APA-OTS-Aussendung:

https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20210928_OTS0186/d-a-ch-tagung-2021-neustart-musik-gelingende-kulturpolitik-der-jahre-2022-2025

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