Rede Harald Huber bei der Kundgebung am Karlsplatz beim „Schweigemarsch“ am 1. Juli 2020

Rede von Harald Huber bei der Kundgebung am Karlsplatz in Wien nach dem „Schweigemarsch der Künstler*innen“ am 1. Juli 2020
(Vorgabe: 2 Minuten Redezeit):

„Liebe Kolleginnen und Kollegen! Gestern gab es ein Arbeitsgespräch der Musikbranche mit Frau Staatssekretärin Andrea Mayer und ihren Beamtinnen und Beamten. Dabei wurden konkrete Termine genannt: Der Fonds für gemeinnützige Vereine soll am kommenden Freitag veröffentlicht werden, ab Montag, den 6. Juli soll man ansuchen können. Selbiges gilt für den Überbrückungsfonds für Personen, die bei der Sozialversicherung für Selbständige versichert sind. Die je 1000,- Euro pro Monat sollen als Einmalzahlung für alle 6 Monate, also insgesamt 6000,- Euro in einer Tranche überwiesen werden. Für alle, die hier nicht anspruchsberechtigt oder mehrfach versichert sind, soll es eine zweite Phase des KSVF Covid19 Fonds geben. Dafür wurde noch kein konkretes Datum genannt. Etwa Mitte Juli soll es soweit sein. Damit sind aber große bestehende Probleme noch nicht gelöst.

Zwei Fonds, die von den Verwertungsgesellschaften AKM und LSG bzw. OESTIG (Österreichische Interpretengesellschaft) sofort noch im März errichtet wurden und treffsicher und unbürokratisch geholfen haben, kommen nun an ihre Grenzen. Hier also ein Appell an Herrn Finanzminister Gernot Blümel: Die Musikwirtschaft beziffert ihren bisherigen Schaden mit rund 80 Mio. Euro. Die Musik ist für Österreich sicher nicht weniger wichtig als die Austrian Airlines. Bitte treten sie unverzüglich in Verhandlungen über ein Hilfspaket ein!

Noch ein wichtiges Thema: Stehplatzkonzerte. Derzeit darf man mit 2m Abstand tanzen oder mit 1m Abstand oder Maske demonstrieren. Man darf aber nicht stehend einer Konzertbühne lauschen, wenn es sich um eine Musikveranstaltung handelt. Hier also ein Appell an den Herrn Gesundheitsminister Rudi Anschober: Bitte erwägen sie die Möglichkeit, dass ein Hygienekonzept auch im Stehen eingehalten werden kann! So wie wir das hier gerade machen. Das würde den Veranstaltern und MusikerInnen viel helfen. Sonst müssen eben alle Open Air Konzerte mit Stehpublikum als Demo mit Tanz angemeldet werden!

Wir üben das jetzt noch schnell: Bitte ausreichenden Abstand zum Nachbarmenschen halten und tanzen!
(Singt und klatscht dazu auf 2 und 4 – die Anwesenden machen gerne mit. Außer einem Chor gab bei der Kundgebung zuvor ausschließlich Redebeiträge, die alle die 2 Minuten Vorgabe weit überschritten haben).

Ich danke für die Aufmerksamkeit.


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